Der Tag beginnt mit einem Regenguss, wie ich ihn selten gesehen habe. Ich nutze die Gelegenheit, um ein wenig Arbeit aufzuholen und euch mit diesen ganz fantastischen Blog-Beiträgen zu versorgen, außerdem um meine müden Füße etwas zu schonen. Als es sich etwas lichtet, werfe ich mir meine Mütze auf und stapfe los – heute geht es durch Yaletown, ein Viertel aus umgebauten Lagerhallen mit schicken Restaurants, Bars und Boutiquen. Sehr Hamburg hier. Ich laufe an der Waterfront den False Creek entlang durch das Stadienviertel und zur Science World.

Die Kuppel wurde für die Weltausstellung Expo 86 entworfen und ist eines der markantesten Gebäude der Stadt. Die Ausstellung interessiert mich eher weniger (Astronauten – nicht, dass ich noch anfange, meine Berufswahl zu hinterfragen) und es wird langsam dunkel, ich wandere also auf der anderen Seite des Creeks entlang und bewundere die Aussicht auf die sich verdunkelnde Skyline. Auch auf dem Rückweg spaziere ich wieder durch Yaletown, das jetzt langsam erwacht.

Ich hole mir auf dem Rückweg mein Abendessen bei Rice & Noodles und treffe mich dann mit Jay und Jos zu einem Abend in den Bars. Charlie haben wir irgendwie verloren. Als sowohl in der ersten als auch in der zweiten Bar lediglich Jos und ich nach ID gefrgat werden und Jay (obwohl er jünger ist als ich) beide male fein raus ist, erklärt er mir, dass er mich auf 22 schätzt und es anderen wohl ebenso geht – in BC muss nach zwei Arten von ID gefragt werden bei allen, die unter 25 aussehen. Naja, ich nehm es mal als Kompliment (?).

Zum Schluss landen wir noch im Roxy’s, hier spielt eine sehr gute und sehr laute Punk-Band, glücklicherweise verzichte ich hier noch auf Getränke – nach 4 Wochen kaum Alkohol bin ich etwas aus der Übung, um es mal so zu sagen. Gegen 3 falle ich erschöpft und mit Tinnitus ins Bett.