Der Winter zieht nun auch in Salmon Arm ein! Wir stoppen die Gartenarbeit, wir sehen zu schlecht, was schon umgegraben wurde. Dickhund Lily ist immer noch bei uns, wir beschließen, ihr etwas beim abnehmen zu helfen. gegenüber von Jackies Einfahrt beginnt direkt Little Mountain Park, von dessen ‚Gipfel‘ (nach einem Wochenende in den Rockies kann ich hierüber nur lachen) man einen schönen Aussicht über das Städtchen haben soll. Ava und ich schnappen uns das Hündchen, welches begeistert vor uns den Berg hochschnauft und überraschenderweise die Wanderung, die etwas über zwei Stunden lang ist, super durchhält. Oben angekommen hängt dichter Nebel über dem Shuswap See und den umliegenden Bergen, wir machen uns auf den Weg durch das dichte Geflecht an Wanderwegen am Fuß des Hügels.

Die weitere Arbeit findet nun eher im Haus statt, außerdem helfen wir dabei, das Holz für den Winter aufzustocken. Im Zuge unseres enttäuschenden, glühweinlosen Weihnachtsmarkt-Erlebnisses haben Sebastian und ich vor einer Weile alle Zutaten gekauft, die wir für Glühwein kaufen – außerdem Maiskolben und Marshmallows, Schokolade und Cracker (Sebastian hat noch nie s’mores gegessen??). Wir beschließen, dass ein Lagerfeuer im Schnee die perfekte Kulisse bietet, um das Ganze endlich mal zu verwenden, und machen uns an die Arbeit. Die Feuerstelle befindet sich direkt in einem kleinen Tannenhain, die Äste tropfen nur so auf unsere Köpfe.
Wir holen also die Feuertonne und bauen sie vor dem Haus auf, während der selbstgemachte Glühwein auf dem Herd warm wird. Wir verbringen den Abend im Schnee, rösten Marshmallows und nach ein paar Tassen Glühwein wird die Weihnachtsmusik eingeschaltet – ohje ohje. Ich kann außerdem endlich meinen Kamera-Blitz ausprobieren!

Unser Mitbewohner freut sich über unser Interesse am kanadischen Suchtmittel (Gras). Keiner von uns wusste bis zu unserer Ankunft, in welchen Massen es hier konsumiert wird, und wir waren alle etwas überrascht, dass nicht nur alle 5 Meter ein Gras-Laden ist, sondern auch, dass es hier dermaßen zur Tagesordnung gehört. (Niederlande klar, aber Kanada?)
Wir lassen den Abend mit dem restlichen Rotwein (ups) und einem Kartenspiel ausklingen, bevor wir müde und zufrieden ins Bett fallen. Ich buche noch schnell ein Hotel – es geht wieder auf Reisen!