
Erster Tag, erste Wanderung! Dank Jetlag wache ich um 6 auf und dank seiner Arbeit als Holzarbeiter wacht auch Sebastian früh auf. Wir entschließen uns zu einer ersten Wanderung: Ab zu den Enderby Cliffs! Wir fahren etwa 20 Minuten und Sebastian zeigt mir dabei die Gegend – etwa alle 2 Minuten strömt ein intensiver Gras-Geruch ins Auto (schließlich sind wir in Kanada!) Die Enderby Cliffs sind schon von weitem zu sehen, doch je näher wir kommen, desto mehr versinken sie im Nebel. Schließlich kommen wir in einer ganz schönen Suppe am Parkplatz an – außer uns sind lediglich zwei andere Autos da. Wir überprüfen nochmal alle unsere Sachen und los geht’s!

Natürlich ist meine auf der7-Stündigen Busfahrt ausgiebig begutachtete Kamera direkt nach 5 Minuten leer und der fehlende Akku endet darin, dass die meisten dieser Bilder von Sebastian sind. Macht aber nix – wir steigen schnell und steil über die Wolken und schon zeigt sich uns dieser atemberaubende Ausblick über das Tal! Wir werden immer mal wieder von so verrückten Berg-Joggern überholt und der ein oder andere Hund bleibt kurz zum Schnüffeln (Atem holen?) stehen. Obwohl wir bereits früh morgens los sind, kommen wir erst Mittags auf dem Berggipfel an – was für ein Aufstieg!



Vorbereitet bin ich auf diese Wanderung natürlich überhaupt nichts: Die nigelnagelneuen Wanderschuhe sind nicht eingelaufen, die Wasserflasche viel zu klein, nur ein Kamera-Akku dabei, kein Haargummi, kein Proviant. Alles Erfahrungen für die nächste Wanderung und tatsächlich bewähren sich die guten Amazon Bewertungen meiner Schuhe – keine einzige Blase und warme Füße! Auch der ausgiebige Fleece-Einkauf bei Vinted bleibt nicht umsonst und der größte Win für mich ist, dass Sebastian nicht nur ebenfalls begeisterter Fotograf ist, sondern er als lebenslanger Wanderfan eine ähnliche Geschwindigkeit (nämlich Schnecke) wie ich drauf hat. Ideale Wanderpartner!

Nach etwas über 4h und ca. 15km sind wir wieder unten angelangt und haben uns auf dem ganzen Weg etwas besser kennen gelernt. Wichtig und richtig, schließlich werden wir die nächsten 4 Wochen miteinander verbringen! Der Smalltalk ist schnell überwunden, und obwohl Sebastian nicht alle meiner Herr-der-Ringe oder Harry-Potter-Anspielungen versteht (er ist Science-Fiction-Fan?!) verstehen wir uns prächtig! Nach dem etwas rutschigen Abstieg und mit durch die steile Absteigung schmerzenden Knien sind wir wieder am Parkplatz angelangt und machen uns auf den Rückweg. Ein kleiner Stopp im Einkaufsladen und wir sind bereit für die nächste Woche: Montag beginne ich das Arbeiten!